Fieber bei Kindern – was tun?

Ein Leitfaden für Eltern

Der erste Moment, in dem das eigene Kind hohes Fieber hat, kann für Eltern beängstigend sein. Die plötzlich steigende Körpertemperatur macht aus einem fröhlichen Kind oft ein glühendes Bündel von Unwohlsein. Der natürliche Instinkt vieler Eltern ist, das Fieber sofort zu senken, um dem Kind Erleichterung zu verschaffen. Doch Fieber ist kein Feind, sondern ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Dieser Leitfaden hilft dir, die Symptome zu verstehen und deinem Kind in dieser Situation bestmöglich beizustehen.

Die Körpertemperatur bei Kindern: Was ist normal?

Die Körpertemperatur eines Kindes ist ein wichtiger Indikator für dessen Gesundheitszustand. Hier sind die Schwellenwerte:

  • 36,5 bis 37,5 Grad: Normale Körpertemperatur.
  • 37,6 bis 37,9 Grad: Erhöhte Temperatur, aber noch kein Fieber.
  • Ab 38,0 Grad: Fieber – bei Babys bis zu 12 Wochen oder Kindern mit Vorerkrankungen ist besondere Aufmerksamkeit notwendig.
  • Ab 39,0 Grad: Hohes Fieber, das intensiver beobachtet werden sollte.

Warum Fieber wichtig ist

Fieber ist ein natürlicher Mechanismus des Körpers, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Studien zeigen, dass eine zu häufige oder starke Fiebersenkung den Heilungsprozess verlängern kann. Es ist daher oft sinnvoller, das Fieber zu beobachten und den Körper bei der Genesung zu unterstützen, statt sofort fiebersenkende Mittel einzusetzen.ührung)

Die Fieberkurve verstehen: Steigt oder sinkt das Fieber?

Fieber verläuft meist in drei Phasen, die Eltern helfen können, die Symptome besser einzuordnen:

Maßnahmen: Das Kind leicht bekleiden, für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen und leicht verdauliche Speisen anbieten.

Anstieg des Fiebers

Symptome: Frieren, kalte Hände und Füße, Schüttelfrost, marmorierte Haut.

Maßnahmen: Das Kind warmhalten, um den Körper bei der Temperaturregulation zu unterstützen.

Plateauphase (Fieberstau)

Symptome: Der Körper fühlt sich gleichmäßig heiß an, das Kind ist erschöpft.

Maßnahmen: Lauwarme Waden- oder Pulswickel können helfen, die Wärme sanft abzugeben.

Abfall des Fiebers

Symptome: Schwitzen, warme Hände und Füße, Hautrötung, schwacher Kreislauf.

Unser Hebammen-Tipp

Hebammen empfehlen, gerade bei kleinen Kindern, Ruhe zu bewahren und das Fieber als Teil des Genesungsprozesses zu akzeptieren. Beobachte dein Kind genau: Wirkt es trotz des Fiebers ruhig und trinkt genug? Dann kannst du den natürlichen Verlauf abwarten. Sorge dafür, dass das Kind sich wohlfühlt und biete ihm Nähe und Geborgenheit. Bei Unsicherheiten kannst du dich in den ersten Lebensmonaten immer an deine Hebamme wenden – sie ist eine wertvolle Ansprechpartnerin.

Falls es länger dauert: Wann sollte ein Arzt hinzugezogen werden?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn:

das Kind apathisch wirkt, nicht trinkt oder sich sein Zustand verschlechtert.

das Kind unter drei Monate alt ist und eine Temperatur von 38 Grad oder mehr hat.

das Fieber länger als drei Tage anhält.

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