
Tipps und Tricks für einen guten Stillstart
Inhaltsverzeichnis
Stillen ist eine wunderschöne, innige Erfahrung, die dich und dein Baby verbindet. Doch manchmal klappt es nicht auf Anhieb oder das Stillen tut weh. Keine Sorge, Stillen ist ein Lernprozess, der Geduld, Ruhe und manchmal ein wenig Unterstützung braucht. Damit du dich in deiner Stillzeit sicher und wohl fühlst, findest du hier einige bewährte Tipps und Tricks, die dir den Alltag erleichtern können.
1. Die richtige Stillposition finden
Jede Mama und jedes Baby sind einzigartig – es gibt keine „perfekte“ Stillposition, sondern nur die, die sich für euch beide gut anfühlt. Hier sind einige gängige Positionen, die du ausprobieren kannst:
- Wiegehaltung: Dein Baby liegt in deiner Armbeuge, während du es mit dem Unterarm stützt.
- Rückengriff (Football-Haltung): Besonders geeignet nach einem Kaiserschnitt oder für Mamas mit größeren Brüsten. Dein Baby liegt seitlich an deiner Flanke, mit seinen Füßchen nach hinten. Als Stütze legst du ein Stillkissen unter dein Baby.
- Seitenlage: Du und dein Baby liegt auf dem Bett oder Sofa. Ihr seid zueinander gewandt und dein Baby kann entspannt im Liegen trinken. Diese Position eignet sich besonders für nächtliches Stillen, da du dich nicht aufsetzen musst.
- Laid-Back-Stillen (zurückgelehntes Stillen): Du lehnst dich zurück und findest eine gemütliche Position. Dein Baby liegt auf dir und folgt seinen natürlichen Reflexen.
Unser Hebammen-Tipp
„Eine Hebamme oder Stillberatung kann dir helfen, eine bequeme Position zu finden, falls du Schwierigkeiten hast.“
2. Das richtige Anlegen – der Schlüssel zum schmerzfreien Stillen
Ist dein Baby gut angelegt funktioniert auch die Milchaufnahme besser und verhindert, dass Stillen weh tut oder du wunde Brustwarzen bekommst. Achte beim Anlegen deines Babys darauf, dass:
- dein Baby den Mund weit öffnet und nicht nur an der Brustwarze, sondern auch am Warzenhof trinkt.
- seine Lippen nach außen gestülpt sind (wie ein kleines Fischchen).
- dein Baby eng an deinem Körper liegt, damit es nicht an deiner Brust zieht.
- Ohren, Schulter und Hüfte deines Babys eine Linie ergeben. Das erleichtert das Trinken.
Sollte das Stillen schmerzen, überprüfe die Anlegetechnik oder hole dir Unterstützung von einer Stillberatung.
3. Häufiges Stillen fördert die Milchbildung
Solltest du dennoch wunde Brustwarzen bekommen, können folgende Maßnahmen helfen:
- Muttermilch als Heilmittel: Verteile nach dem Stillen ein paar Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze und lass sie an der Luft trocknen.
- Lanolin-Salbe oder heilende Brustwarzenkompressen verwenden.
- Brustwarzenschutz oder Silberhütchen: Falls deine Brustwarzen empfindlich sind, können dir diese Hilfsmittel helfen.
- Anlegetechnik überprüfen, denn falsches Anlegen ist oft die Hauptursache für wunde Brustwarzen.
Viele passende Stillhelfer wie Stillkissen oder Stillhütchen findest du bei unserem Partner Otto.
4. Auf dich selbst achten
Vergiss nicht, dass es dir gut gehen muss, damit du dein Baby gut versorgen kannst. Achte daher auf:
- Ausreichend Flüssigkeit: Eine Flasche Wasser in Stillnähe hilft immer genug zu trinken.
- Gute Ernährung: Stillen verbraucht viele Kalorien – ausgewogene Mahlzeiten geben dir Energie.
- Ruhepausen: Schlaf, wenn dein Baby schläft, und lass dir im Alltag helfen.
Unser Hebammen-Tipp
„Der Hunger kommt bekanntlich beim Stillen! Halte gesunde Snacks in Reichweite, die dir dabei helfen, dich mit ordentlich Kraft und Energie zu versorgen:
- Frisches Obst: Äpfel, Bananen oder Beeren sind perfekte Snacks für zwischendurch – sie liefern schnelle Energie und sind gleichzeitig voller Vitamine.
- Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse oder Chiasamen sind eine gute Quelle für gesunde Fette und Proteine und halten dich lange satt.
- Vollkornprodukte: Haferflocken, Vollkornbrot oder -kekse bieten langanhaltende Energie und Ballaststoffe, die auch gut für deine Verdauung sind.
- Joghurt oder Quark: Diese proteinreichen Snacks sind nicht nur lecker, sondern versorgen deinen Körper auch mit wichtigen Nährstoffen.“
Du bist genau die richtige Mama für dein Baby
Jede Stillreise ist individuell. Ob es von Anfang an reibungslos klappt oder ob ihr ein wenig Übung braucht – du machst es genau richtig. Solltest du Fragen oder Unsicherheiten haben, scheue dich nicht, Unterstützung bei deiner Hebamme oder einer Stillberatung zu holen.
Das Wichtigste ist: Stillen soll sich gut für dich und dein Baby anfühlen. Vertraue auf euch beide – ihr seid ein großartiges Team!
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