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Herzlich willkommen zum ersten Teil der Fortbildung rund um die gesunde Schlafumgebung! In diesem Kapitel dreht sich alles um die ideale Schlafumgebung – also darum, wie der Raum und der Schlafplatz für ein Baby ausgestattet und gestaltet sein sollten. Die Hebammen Swantje, Wiebke und Zohre erklären dir die wichtigsten Fakten im Video und geben viele anschauliche Beispiele. Im Text könnt ihr alles noch einmal nachlesen. Also dann: Los geht´s!
Raumklima, was ist das eigentlich? Unter dem Raumklima versteht man die Summe aller Faktoren, die das Wohlbefinden in einem geschlossenen Raum bestimmen. Dazu gehören beispielsweise die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit oder ob es in einem Raum Zugluft gibt oder nicht.
Für das Babyzimmer bzw. den Ort, an dem das Baby schläft, lassen sich folgende Grundregeln formulieren:
Wichtig zu wissen: Deshalb ist die Raumtemperatur so wichtig
In überheizten Räumen kann die Aufwachreaktion des Babys behindert werden und gefährliche Überwärmung entstehen. Gleichzeitig fehlt es in zu warmen Zimmern oftmals am Luftaustausch und damit an Sauerstoff – wodurch die Gefahr der CO2-Rückatmung steigt. Daher gilt im Babyzimmer: Lieber zu kalt als zu warm. Denn wenn es einem Baby zu kalt sein sollte, wird es sich lautstark melden. Ist es ihm jedoch zu warm, wird der schützende Aufwachreflex unterdrückt – und das ist gefährlich.
Praxis-Tipp für die Eltern-Beratung: In den seltensten Fällen lassen sich Schlafräume – vor allem im Sommer – konstant auf kühle 16-18 °C bringen. Wichtiger als die strenge Fokussierung auf die Temperatur ist daher, auf gute Durchlüftung zu achten. Das sollte Eltern in der Beratung vermittelt werden. Das heißt: Gerne bei geöffnetem/gekippten Fenster schlafen oder regelmäßig lüften.

Im Beistellbett, im Familienbett oder gar im eigenen Zimmer? Für die bestmögliche Beratung aller Eltern zeigen wir auf, welcher Schlafplatz welche Vorteile bietet.


Praxis-Tipp für die Eltern-Beratung: Mütter können sich im Familienbett am besten obenherum etwas wärmer zum Schlafen anziehen und die Bettdecke dann nur über die Beine legen – so verringert sich die Gefahr, dass das Baby überdeckt wird.

Die generelle Empfehlung lautet, dass das Kind nach Möglichkeit während des ersten Lebensjahres im Zimmer der Eltern schlafen sollte. Die Beratung sollte jedoch immer auch die individuellen Wünsche, Lebenssituation und räumliche Voraussetzungen der Familien berücksichtigen. Nach umfassender Aufklärung über die Vor- und Nachteile können alle der oben genannten Schlafplätze eine Option darstellen.
Wichtig: Ob Beistellbett oder eigenes Bett, der Abstand der Gitterstäbe muss der DIN-Norm entsprechen, um ein Einklemmen zwischen den Stäben auszuschließen. Der vorgeschriebene Abstand beträgt 4,5 cm bis 6,5 cm.
Weniger ist mehr! Aus dem aktuellen Forschungsstand für einen sicheren Schlaf im Babyalter lassen sich die folgenden DOs and DON’Ts für die Ausstattung des Schlafplatzes ableiten:

Hinweis: Empfehlungen zur Schlafkleidung sowie zur Beschaffenheit der Matratze und ihrer Bezüge folgen in Kapitel 3 unseres Webinars!
Es gibt heutzutage viele technische Innovationen, die den Schlaf des Babys sicherer machen und den Eltern ein sicheres Gefühl geben sollen. Es obliegt den Eltern, ob sie sich für eine oder mehrere dieser Möglichkeiten entscheiden.
Bei Kindern, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind – zum Beispiel nach einem längeren Aufenthalt in der Neonatologie oder wenn ein Geschwisterkind bereits von SIDS betroffen war – kann und sollte die Abwägung über die technologischen Hilfsmittel zur Schlafüberwachung immer in Absprache mit den betreuenden Ärzt*innen stattfinden.
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